Alle Jahre wieder kommt die große Zeit der Weihnachtskarten. Viele vergessen es regelmäßig, andere schreiben sie auf den letzten Drücker, andere basteln diese mit viel Liebe mit stundenlanger Hingabe, Kinder basteln diese direkt im Kindergarten oder in der Schule und andere sind die totalen Weihnachtskarten Verweigerer. Zu mühsam ist ihnen das Adressieren und das Schreiben individueller Texte auf den Karten, die sowieso meist sofort nach Empfang weggeschmissen werden.
Ist das Verschicken von Weihnachtskarten ein Akt der Höflichkeit oder ist der Hintergrund wirklich ein wahrhaftiges weihnachtliches Interesse? Jeder mag andere Absichten hegen. Kinder werden meist von den Eltern aufgefordert an die Verwandten, besonders an Oma und Opa Weihnachtskarten zu malen und zu basteln. Viele Unternehmen nutzen Weihnachtskarten als Visitenkarte und beschicken auch Kunden, die schon lange kein Geschäft mehr mit dem Unternehmen getätigt haben.
Viele Empfänger denken danach sogar oft, noch einmal mit dem Absender geschäftlich in Kontakt zu treten. Deshalb sind auch einige Faktoren zu beherzigen. Das Verschicken von Weihnachtskarten sollte kein Zwang sein. Nichts ist peinlicher, als nur eingescannte Unterschriften und Karten ohne echtes Handschriftliches. Manchmal reicht sogar eine handgeschriebene Adresse auf dem Umschlag, um das Interesse des Empfängers zu wecken. Zudem freut sich der Empfänger, dass der Absender wirklich an ihn gedacht hat und nicht nur das Adressierprogramm des Computers.
Besonders das Verschicken von nur bedruckten oder gescannten Karten hinterlassen oft einen ökonomisch und ökologischen faden Beigeschmack beim Empfänger. Hätte man sich die Druckkosten und Tinte und Strom nicht besser sparen können? Hätte man die Kosten für Karten und Versand lieber in eine Spende an eine wohltätige Organisation umwandeln können?
Oft bleibt noch nicht einmal Zeit, einen Mitarbeiter loszuschicken, um nach schönen individuellen Weihnachtskarten im Schreibwarengeschäft zu suchen. Da hilft manchmal die Nachfrage im Office Management oder die Marketing Abteilung, ob sie Prospekte mit Weihnachtskarten vorliegen haben. Online kann man sogar Weihnachtskarten bei der Post online bestellen. Das ist natürlich direkt der bequemste Weg als erst einmal stundenlang viele Seiten im Katalog zu durchforsten.




